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Kolumbien - eine kurze Übersicht
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Überblick

Kolumbien - eine kurze Übersicht

Kolumbien ist ein faszinierendes Land mit einer Vielfalt an Möglichkeiten zu reisen und Urlaub zu verbringen. Es ist das einzige Land Südamerikas, das von zwei Ozeanen begrenzt wird:

Dem Pazifik im Westen und dem Atlantik (Karibik) im Norden. Durch die Anden, die fast 6.000 m aufragen, kommen in dem am Äquator liegenden Land praktisch alle Klimazonen vor:

  • tropisch heiß und feucht im Amazonas-Tiefland
  • angenehm warm an der Karibik-Küste
  • frühlingshaft in der Kaffee-Zone
  • gemäßigt in der Hochebene von Bogotá
  • Gletscher in den Sierras Nevadas del Cocuy und Santa Marta


Hauptstadt: Bogotá
Fläche: 1.141.748 km²
Einwohner: 42,8 Mio (Volkszählung 2005)
Amtssprache: Spanisch

 

Meer
Kolumbien hat zwei Küsten, am atlantischen und pazifischen Ozean, die völlig verschiedene Eigenschaften haben.
Die Karibikküste verströmt das typisch karibische Flair und lockt mit Cartagena, der einzigartigen Kolonialstadt und UNESCO-Weltkulturerbe. Im Parque Tayrona kann man unter Palmen am Sandstrand die Seele baumeln lassen oder sich vom Trekking zur Ciudad Perdida erholen. Diese zeugt, ähnlich wie Machu Picchu in Peru, vom architektonischen Können der vorkolumbianschen Kulturen.
Die Inseln San Andrés und Providencia bieten Strandurlaub pur. Taucher kommen hier voll auf ihre Kosten. Passende Reisen finden Sie hier.
An der Pazifikküste dominiert der Regenwald. Einsame Strände, exzellente Tauchreviere und die Möglichkeit, Wale zu beobachten bieten dem Naturliebhaber eine unvergessliche Zeit.

Berge
Im Süden Kolumbiens teilen sich die Anden in drei Hauptkordilleren, die einen großen Teil des Landes prägen. Die fruchtbaren Hänge der Cordillera Central sind Zentrum des Kaffeeanbaus  und werden  von den schneebedeckten Gipfeln der Vulkane Ruiz, Tolima und Huila gekrönt. Der Nevado del Ruiz ist leicht zu erreichen und somit ein gutes Ziel, um den ersten 5.000er zu erobern.
Der Nationalpark der Sierra Nevada del Cocuy in der Cordillera Oriental ist ein hervorragendes Ziel zum Wandern, leichten Bergsteigen bis hin zum anspruchsvollen Felsklettern. Unsere Reisebaustein "Trekking Cocuy" ist der ideale Einstieg in diese wundervolle Region Kolumbiens.
In der touristisch wenig erschlossenen Sierra Nevada de Santa Marta kann der abenteuerlustige Besucher die höchsten Gipfel Kolumbiens besteigen und von 5.775m Höhe die nur 42 km entfernte Karibik sehen.

Regenwald
Kolumbien verfügt mit dem Amazonasgebiet und der Pazifikküste über zwei ausgedehnte Regenwaldregionen. Beide sind nur auf dem Luftweg (bzw. mit dem Schiff über Meer und Fluss) zu erreichen.
An der Pazifikküste fasziniert die Kombination von Wald und Meer. Einerseits der undurchdringliche Dschungel, der bis heute eine Straßenverbindung zwischen Süd- und Mittelamerika verhindert, andererseits das Meer mit attraktiven Tauchrevieren und der Möglichkeit Buckelwale zu beobachten.
Im äußersten Süden Kolumbiens liegt Leticia am Amazonas, Ausgangspunkt für Reisen im Amazonasbecken. Von Tagesausflügen zum Beobachten der rosa Flussdelfine oder in den Mikrokosmos einer Baumkrone bis hin zu mehrtägigen Bootsfahrten in den Nebenflüssen ist für jeden Besucher etwas geboten.

Kaffee-Dreieck
Die aus den drei Deparatmentos Quindío, Risaralda und Caldas bestehende Region nennt sich Kaffee-Dreieck, da die Departamentos zusammen einen dreieckigen Umriss haben und die Region die bedeutendsten Kaffeeanbauflächen aufweist. Die Hauptstädte Armenia, Pereira und Manizales sind bedeutende Zentren für den Kaffeehandel. Es ist eine zauberhafte Gegend mit einer malerischen Architektur und weitläufigen Kaffeeplantagen, ideal, um als Besucher in Kontakt mit der Natur zu kommen. Das Klima ist angenehm warm und die sanften, mit Kaffee bewachsenen Hügel laden zum Verweilen ein.
Dank der Entwicklung der Gutshäuser der Kaffeeplantagen zu Gästeunterkünften von hohem Niveau ist die Region eine der attraktivsten Gegenden Lateinamerikas, um Urlaub auf dem Land zu verbringen. Naturliebhaber kommen auf den zahlreichen Wegen, die man zu Fuß oder zu Pferd erkunden kann auf ihre Kosten. Am Ende eines Tages kann man sich in gemütlichen Gaststätten mit regionalen Spezialitäten stärken und selbstverständlich einen Kaffee trinken...


Bogotá
Bogotá ist eine der fortschrittlichsten und wichtigsten Metropolen Lateinamerikas. In den letzten Jahren wurde sehr erfolgreich daran gearbeitet, das Image von Bogotá der positiven Realität anzupassen.
Die Hauptstadt bietet zahlreiche Museen und Galerien. Neben dem Nationalmuseum und dem Museo de Arte Colonial gehört das 1938 eröffnete Museo del Oro zu den wichtigsten Museen der Stadt. Es beherbergt mit 38.000 Exponaten die weltweit wichtigste Sammlung präkolumbianischer Goldkunstwerke.
La Candelaria, die Altstadt Bogotás, mit ihren historischen Gebäuden und Plätzen, ist von historischem, kulturellem und touristischem Wert. Um die Plaza Bolívar sind viele öffentliche Gebäude sowie Kirchen angesiedelt. An der Architekturbiennale von Venedig 2006 ist die Stadt für Ihre Bemühungen, sich lebenswerter zu machen, mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet worden.
Bogotá ist traditionell ein wichtiges Zentrum für Kunst und Kultur im nördlichen Südamerika. Das Festival de Rock al Parque ist ein jährlich stattfindendes Musikfestival. Es gilt weltweit als das größte seiner Art in spanischer Sprache und findet im Parque Simón Bolívar statt. Die besten Salsaorchester aus New York, Kuba, Puerto Rico, Kolumbien und der Karibik nehmen daran teil. Das Festival Iberoamericano de Teatro ist kulturell eines der wichtigsten Ereignisse der Stadt, zu dem Theatergruppen aus aller Welt einreisen. Es findet jedes zweite Jahr im März oder April statt, sodass es auf die Osterwoche fällt. Bogotá ist von der UNESCO zur „Welthauptstadt des Buches 2007“ gewählt worden
Das Angebot von Hotels und Restaurants für jeden Geschmack und Geldbeutel ist hervorragend.


Eldorado
In den Bergen der Cordillera Oriental Kolumbiens liegt der Ursprung der Legende vom Eldorado, die im 16. Jahrhundert für viele Konquistadoren und Glücksritter Auslöser war, in Südamerika den sagenhaften Goldschatz zu suchen. Gemäß den Überlieferungen wurden bei der Krönungszeremonie der Muisca-Häuptlinge der zukünftige Herrscher komplett mit Goldstaub bepudert. Anschließend wurde er von Priestern auf einem Floß in die Mitte des Guatavita-Sees gebracht. Dort wusch er sich den Goldstaub ab, während Priester und die am Ufer stehenden Untertanen Unmengen von rituellen Goldgegenständen als Opfergabe in den See warfen.
In späteren Jahren wurden vereinzelt am Ufer goldene Schmuckstücke gefunden, der Großteil wird jedoch im Schlamm des Seebodens versunken sein. Zahlreiche Versuche wurden bis in die jüngste Vergangenheit unternommen, das Wasser aus dem See abzulassen, aber keiner war erfolgreich. Inzwischen ist das Gebiet um den See herum ein Naturschutzgebiet und jede Art von Grabung und Verlassen markierter Wege ist untersagt.
Für den heutigen Besucher Kolumbiens gestaltet sich die Suche nach Eldorado wesentlich einfacher als zur Zeit der Konquista. Er muss nur das Museo del Oro in Bogotá oder eine seiner Dependancen in anderen Städten Kolumbiens besuchen. Dort sind die goldenen Schmuckstücke der vorkolumbischen Kulturen ausgestellt und beeindrucken durch ihre Pracht. Sei es der goldene Poporo der Quimbayas oder das Floß der Muiscas, die ganze Vielfalt der Goldschmiedetechniken und künstlerische Kreativität können ausgiebig betrachtet werden. Es ist unmöglich vom Erlebnis im Salon Dorado des Goldmuseums nicht überwältigt zu sein.


Musik - Kunst - Literatur
Einer der bekanntesten kolumbianischen Künstler ist Fernando Botero, dessen üppige Skulpturen im Herbst 2007 vor dem Berliner Dom zu sehen waren. Einen großen Teil seiner Werke lassen sich in den Botero-Museen in Bogotá und Medellín bewundern.
Die kolumbianische Musik ist stark von afrikanischen Einflüssen geprägt, wie man es in der rhythmischen Cumbia und im melodischeren Vallenato hört. Die Stadt Cali ist als Capital de la Salsa berühmt. Bekannte Künstler wie Shakira und Juanes haben es in der letzten Zeit auch in Europa an die Spitze der Charts geschafft.
Das Festival Internacional de Teatro, das alle zwei Jahre in Bogotá stattfindet, ist weltweit eines der bedeutenden Festivals für modernes Theater.
Hundert Jahre Einsamkeit und Die Liebe in Zeiten der Cholera. Die Liebe in den Zeiten der Cholera sind Klassiker der Weltliteratur des Nobelpreisträgers Gabriel García Márquez.

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